Biografie

1984
7. Januar 1984: Max Riemelt wird im Ostberliner Bezirk Mitte geboren.

1997
Mit 13 sammelt Max Riemelt erste Erfahrungen im Fernsehgeschäft. Bei den TV-Produktionen „Eine Familie zum Küssen“ und „Praxis Bulöwbogen“ übernimmt der Berliner erste, kleinere Nebenrollen.

1998
In der ZDF-Weihnachtsserie „Zwei Allein“ (Regie: Matthias Steurer) spielt Max Riemelt die erste Hauptrolle: das Waisenkind „Max Loser“. Gedreht wird vor allem in den Sommerferien 1998 in Berlin und Hamburg.

Zwei Allein

Im Video zum Titelsong „Two of a kind“ des Hamburger Duos “R & B” hat Max Riemelt einen Cameo-Auftritt. Die Musiksender VIVA und MTV zeigen das Video. Die Single verkauft sich bis heute über 450.000 Mal.

1999
„Zwei Allein“ erweist sich als Eintrittskarte in die Film- und Fernsehwelt. Noch, gerade einmal 15 Jahre alt, ist Max aber darauf angewiesen, von älteren Kollegen und erfahrenen Regisseuren zu lernen.

Max Riemelt übernimmt eine tragende Rolle im Roadmovie „Ein Weihnachtsmärchen – Wenn alle Herzen schmelzen“. Regisseur Johannes Fabrick verfilmt für RTL eine klassische Vater-Sohn-Geschichte. Max spielt „Lukas“, Götz Otto seinen Filmvater „Tschak“.

Am Set des Kinderfilms „Der Bär ist los“ trifft Riemelt im gleichen Jahr auf die Regisseurin Dana Vávrová. Unter ihrer Regie spielt er die erste Hauptrolle in einem Kinofilm.

2000
In „Brennendes Schweigen“ (ZDF), Friedemann Fromms Adaption von Jacques Berndorfs Roman „Eifelschnee“, übernimmt Max Riemelt die Nebenrolle „Schappi“.

Die Coming-of-Age-Komödie „Mädchen, Mädchen“ bildet den Startpunkt der langjährigen Zusammenarbeit von Regisseur Dennis Gansel und Max Riemelt. An der Seite von Diana Amft, Karoline Herfurth und Felicitas Woll spielt Max Riemelt die männliche Hauptrolle „Flin“.

2001
Am 29. März kommt „Mädchen, Mädchen“ ins Kino. Dennis Gansels Komödie erreicht 1,78 Millionen Zuschauer und wird einer der erfolgreichsten deutschen Filme des Jahres.

Im gleichen Jahr steht Max Riemelt für die TV-Produktion „Mein Vater und andere Betrüger“ (Regie: Christian von Castelberg) vor der Kamera, unter anderem zusammen mit Uwe Ochsenknecht.

2002
Gemeinsam mit Mariele Millowitsch und Miroslav Nemec dreht Max Riemelt die Komödie „Lottoschein ins Glück“, die Regisseur Dirk Regel für das ZDF inszeniert.

Erste Episoden-Hauptrollen übernimmt der Berliner bei den TV-Serien „Alphateam – Die Lebensretter im OP“ (Sat.1, Episode: „Respekt“, Regie: Gero Erhardt), „Balko“ (RTL, Episode: „Giftzwerge“, Regie: Rolf Liccini), „Wolffs Revier – Au Pair“ (Sat.1, Regie: Peter Ristau) und „Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei“ (RTL, Episode „Ein tiefer Fall“, Regie: Holger Gimpel).

In Yasemin Şamderelis „Sextasy“ spielt Max Riemelt die erste Hauptrolle in einem Kurzfilm – eine Film-Art, der er sich bis heute verpflichtet fühlt.

2003
Für die Kurzfilme „Die Sonne anschreien“ (Regie: Bastian Terhorst) und „Appassionata“ steht Max Riemelt erneut in Hauptrollen vor der Kamera.

In „In aller Freundschaft – Ich liebe Dich, Mama“ (ARD, Regie: Jürgen Brauer) übernimmt der Berliner eine weitere Episoden-Hauptrolle in einer TV-Serie.

Gemeinsam mit Hanno Koffler spielt Max Riemelt (Nebenrolle, „Ingo“) in Susanne Zacharias Drama „Hallesche Kometen“.

Ende des Jahres setzen Dennis Gansel und Max Riemelt ihre Zusammenarbeit fort: „Napola – Elite für den Führer“ entsteht in Prag, Brun, auf der Burg Bouzov und in Hamburg. Neben Tom Schilling, Devid Striesow, Justus von Dohnányi und Michael Schenk zählt auch Max Riemelt zum Cast. Er spielt die Hauptrolle in dem Drama über Nationalpolitische Erziehungsanstalten.

Napola

2004
Mit „Neuland“ (Regie: Stefan Hering) und „Todfeinde“ (Regie: Petr Novak) folgen weitere Kurzfilme, in denen Max Riemelt die Hauptrolle übernimmt.

Beim 39. Internationalen Filmfest in Karlovy Vary wird Max Riemelt für seine Verkörperung des „Friedrich Weimer“ in „Napola“ zum besten Darsteller gekürt.

Dominik Graf engagiert Riemelt als Hauptdarsteller für sein Liebesdrama „Der Rote Kakadu“. An der Seite von Jessica Schwarz spielt Max Riemelt in dem Kostümfilm die Hauptrolle des „Siggi“.

Der rote Kakadu

2005
„Napola – Elite für den Führer“ kommt am 13. Januar in die Kinos und avanciert nicht nur in Deutschland, auch international zu einem kommerziellen Erfolg. Von Filmkritikern fast einstimmig positiv rezensiert, erhält „Napola“ zahlreiche Auszeichnungen: den Deutschen Filmpreis für das beste Drehbuch (2004), den Bayrischen Filmpreis für die beste Regie (2005) und die Auszeichnung als bester Film beim International Filmfestival Pjöngjang (2006).

Die European Film Promotion würdigt Max Riemelt als deutschen Shooting Star – eine sehr namhafte Würdigung für seine bisherige Karriere.

Riemelt selbst tastet sich in diesem Jahr auf neues Terrain vor. Als „Aljoscha“ steht er für Hardi Sturms Adaption von Maxim Gorkis „Nachtasyl“ (arte, ZDF) an der Seite von Esther Schweins und Hans Peter Hallwachs erstmals für einen Theaterfilm vor der Kamera.

In prominenter Begleitung befindet sich Riemelt auch beim Dreh des Zweiteilers „Der Untergang der Pamir“ (arte, ARD). Für die Verfilmung des realen Schiffsunglücks von 1953 versammelt Regisseur Kaspar unter anderem Jan Josef Liefers, Klaus J. Behrendt, Dietmar Bär und Herbert Knaup um sich.

2006
Am 16. Februar kommt „Der Rote Kakadu“ ins deutsche Kino. Dominik Grafs Liebesdrama erhält 2006 den „Golden Star Grand Prix“ beim 6. Internationalen Filmfest in Marrakesch. Max Riemelt wird in Marrakesch als bester Darsteller geehrt und erhält den Bayerischen Filmpreis als bester Nachwuchsdarsteller.

Weitere Rollen folgen: in den Kurzfilmen „Die Zigarrenkiste“ (Regie: Matthias Klimsa) und „GG19“ (Regie: Harald Siebler) und in der Episode „Gefallene Engel“ der ZDF-Serie „Der Kriminalist“ (Regie: Torsten C. Fischer) spielt Max Riemelt die Hauptrolle.

Urs Egger besetzt ihn in „An die Grenze“ für die Hauptrolle des Fieslings „Kerner“, zusammen mit Corinna Harfouch, Bernadette Herwagen, Frederick Lau und Jacob Matschenz. Der Film über die DDR-Grenzschutztruppen entsteht in den Sommermonaten weitgehend an Original-Schauplätzen im thüringischen Eichsfeld.

Auch für Rudolf Schweigers Kriegsdrama „Mörderischer Frieden“ dreht Max Riemelt in der Hauptrolle des „Charly“ an Originalschauplätzen: im Kosovo, zusammen mit Adrian Topol, Peter Bongartz und Susanne Bormann.

2007
Gleich vier Kinofilme dreht Max Riemelt in diesem Jahr. Die Rollen könnten nicht verschiedener sein.

In Adnan Köses Biopic „Lauf um Dein Leben – vom Junkie zum Ironman“ mimt er „Andreas“ – auf Andreas Niedrigs wahrer Lebensgeschichte beruht der Film, in dem auch Jasmin Schwiers, Uwe Ochsnknecht, Axel Stein und Robert Gwisdek mitwirken.

Für Hardi Sturms Tragikomödie „Nicht von diesem Stern” schlüpft Max Riemelt in die Hauptrolle von „Arnold“, der glaubt, ein Außerirdischer zu sein und für seine Heimkehr an einem seltsamen Flugapparat bastelt.

Luki Frieden engagiert Riemelt für sein Drama „Tausend Ozeane“. Als „Meikel“ begibt sich der Berliner in dem Deutschschweizer Kinofilm zusammen mit Joel Basman, Thierry van Werveke, Maximilian Simonischek auf eine düstere Reise. Gedreht wird größtenteils auf den Malediven.

Und nicht zuletzt sichert sich ein alter Bekannter Max Riemelts Dienste: Dennis Gansel – für die Rolle des „Marco“ im Schuldrama „Die Welle“. Mit im Cast: Jürgen Vogel, Elyas M’Barek, Christiane Paul und Fredrick Lau.

Die Welle

2008
Beim Max Ophüls Preis sitzt Max Riemelt vom 14. bis zum 20. Januar in der Jury, um gemeinsam mit der Dramaturgin Wenka Mikulicz und Regisseurin Margit Eschenbach über die Qualität von mittellangen Filmen zu urteilen.

Riemelt selbst ist im Frühjahr gleich mit drei Filmen Kino vertreten: „Lauf um Dein Leben – Vom Junkie zum Ironman“, „Up! Up! To the Sky“ und „Die Welle“ starten fast zeitgleich im März und April.

Am erfolgreichsten entwickelt sich „Die Welle“: In Deutschland erreicht der Film bereits am ersten Wochenende 280.000 und insgesamt mehr als 2,6 Millionen Zuschauer. Das Schuldrama wird in zahlreiche Länder exportiert, unter anderem in die Niederlande und USA sowie nach Taiwan, Frankreich, Argentinien, Japan, Australien, Island, Kanada und Spanien.

Beim Deutschen Filmpreis wird „Die Welle“ zum drittbesten deutschen Film gewählt. Wenig später erhält Max Riemelt im österreichischen Baden den Undine Award als bester jugendlicher Hauptdarsteller in einem Kinospielfilm.

Gedreht wird in diesem Jahr erst in Darmstadt, später dann in Berlin, Polen und Sydney. Zwei Projekte stehen auf dem Plan: Zum einem, im April und Mai, Friedrich Wittichs Debütfilm „13 Semester“. In der Coming-of-Age-Komödie spielt Max Riemelt die Hauptrolle, den Langzeitstudenten „Momo“.

Ab dem 17. Juni stellt sich Max Riemelt der bisher wohl größten Herausforderung seiner Karriere. Dominik Graf lädt zum Dreh für ein echtes Mammutprojekt mit ihm und Ronald Zehrfeld in den Hauptrollen: „Im Angesicht des Verbrechens“ entsteht in Berlin und Polen. Was geplant beginnt, läuft bald aus dem Ruder. 10 Teile mit 500 Minuten Gesamtlänge, 150 Sprechrollen, 30 Charakterrollen, 10 Millionen Euro Gesamtkosten und eine insolvente Produktionsgesellschaft stehen sieben Monate später unterm Strich. Am 29. Januar 2009 fällt die letzte Klappe. „Im Angesicht des Verbrechens“ geht als eine der teuersten deutschen Produktionen überhaupt in die Fernsehgeschichte ein.

Im Angesicht des verbrechens

2009
Nach dem turbulenten und mit bis zu 18 Stunden pro Tag kräftezehrenden Dreh von „Im Angesicht des Verbrechens“ gönnt sich Max Riemelt eine mehrmonatige Pause. Erst spät im Jahr steht der Berline wieder vor der Kamera, um einige Entwicklungslinien seiner Karriere fortzuführen.

Für die ZDF-Krimiserie „Der Staatsanwalt“ übernimmt er in der Episode „Kameradenschwein“ (Regie: Martin Kinkel) die Rolle „Markus Pohl“.

Mit seinem Engagement für Andy Fetschers Horrorfilm „Urban Explorer“ unterstreicht Riemelt sein Faible für Independent-Projekte abseits des kommerziellen Mainstreams.

Nicht zuletzt setzt Max Riemelt von Oktober bis Dezember 2009 seine Zusammenarbeit mit Dennis Gansel fort. Gansel inszeniert den Vampirfilm „Wir sind die Nacht“. Neben Max Riemelt helfen ihm auch Anna Fischer, Karoline Herfurth, Jennifer Ulrich und Nina Hoss sein lange geplantes Projekt zu verwirklichen.

2010
Am 7. Januar, Max Riemelts 26. Geburtstag, startet Frieder Wittichs Studentenkomödie „13 Semester“ bundesweit im Kino. Der Film erreicht 160.000 Zuschauer.

Deutlich erfolgreicher wird „Im Angesicht des Verbrechens“. Am 20. und 21. Februar erlebt die Krimiserie nach zwei Jahren Produktionszeit im Rahmen des Internationalen Forums der Berlinale ihre Welturaufführung – vor 800 Zuschauern im ausverkauften Delphi Filmpalast.

Von Kritikern einstimmig positiv besprochen, folgen zahlreiche Auszeichnungen: der Deutsche Filmpreis in den Kategorien „Bester Mehrteiler“ und „Besondere Leistung Fiktion“ für das Schauspielerensemble beispielsweise genauso wie der Grimme-Preis im Wettbewerb „Fiktion“ für Cast und Crew.

Nicht zuletzt wird Max Riemelt selbst für seine schauspielerischen Leistungen neben Herbert Knaup und Gewinner Ulrich Tukur in der Kategorie „Bester Schauspieler“ für die „Goldene Kamera“ der Programmzeitschrift „Hörzu“ nominiert.
Ähnlich wie „Napola“ fünf Jahre zuvor, entwickelt sich „Im Angesicht des Verbrechens“ zu einem Wendepunkt in Max Riemelts Karriere. Gelang ihm als „Friedrich Weimer“ der Schritt vom Kinderstar zum Jungschauspieler, wird Max Riemelt nun durch „Marek Gorsky“ erstmals von einer breiten Öffentlichkeit als Charakterdarsteller wahrgenommen.

Die Rollen werden vielschichtiger, die Stoffe inhaltlich anspruchsvoller, die Produktionen internationaler und der Terminkalender voller. Für gleich fünf Produktionen steht Max Riemelt in diesem Jahr vor der Kamera. Für manche parallel.

In Münster bittet Pia Strietmann vom 20. April bis zum 5. Juni für ihren Debütfilm „Tage, die bleiben“ vor die Kamera, eine Tragikomödie über eine trauernde, seltsam zerrissene Familie in der westfälischen Provinz. Max spielt „Lars“, den Sohn, der versucht, die Familie zu retten.

Vom 29. Juni bis zum 12. August steht Max Riemelt in und um Frankfurt für Eran Riklis als Basketballspieler „Thomas“ vor der Kamera. Der israelische Regisseur verfilmt fürs Kino unter dem Titel „PlayOff“ die Lebensgeschichte des jüdischen Basketballtrainers Max Stoller, den Hollywood-Mime Danny Huston spielt.

Fast zeitgleich, vom 13. Juli bis zum 20. August, dreht Max unter der Regie von Thomas Berger für ein weiteres Krimiformat. In „Schandmal – Der Tote im Berg“ spielt er „Thomas Haffner“, einen unter Mordverdacht stehenden Polizisten. Auch Katja Flint und Herbert Knaup übernehmen Hauptrollen in der ZDF-Produktion.

Ab November ist Max Riemelt ähnlich stark beschäftigt: Er übernimmt die Nebenrolle „Thomas“ in Alex Schmidts Thriller „Du hast es versprochen“. Der Kinofilm entsteht unter dem Arbeitstitel „Dunkel“ auf Hiddensee, in Hamburg sowie in Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Du hast es versprochen

Noch weiter östlich finden zwischen dem 28. November und dem 18. Februar 2011 die Dreharbeiten zum Polit-Thriller „Die vierte Macht“ statt: in Berlin, Landshut und der Ukraine. In den Hauptrollen: Kasia Smutniak, Rade Serbedizia, Max Riemelt und Moritz Bleibtreu. Regie führt – erneut – Dennis Gansel.

2011
Auf neue Gesichter trifft Max Riemelt Anfang 2011. In Frankfurt, Köln und Buenos Aires steht er von März bis Juni als „Friedrich“ vor der Kamera. Seine Filmpartnerin wird von der bekannten argentinischen Darstellerin Celeste Cid gespielt. Regisseurin Jeanine Meerapfel inszeniert ihre Liebesgeschichte in den wirren der Nachkriegs- und Studentenrevolten-Zeit unter dem Titel „Der deutsche Freund“.

Klassisches Popcorn-Kino dreht Max Riemelt im August und September in Köln. In Marco Petrys Komödie „Heiter bis Wolkig“ spielen Elyas M’barek und er zwei Aufreißer („Can“ und „Tim“), die mit miesen Tricks auf Schürzenjagd gehen und dabei an die Schwestern „Edda“ (Jessica Schwarz) und „Marie“ (Anna Fischer) geraten.

„Auslandseinsatz“ (Regie: Till Endemann), der erste Film über Bundeswehrsoldaten in Afghanistan, entsteht vom 4. Oktober bis zum 15. November in Köln und Marokko mit Max Riemelt („Daniel Gerber“) und Hanno Koffler („Ronnie Klein“) in den Hauptrollen. Für Riemelt ist es – nach „Mörderischer Frieden“ – schon der zweite Film über einen Auslandseinsatz der Bundeswehr, für Hanno Koffler und ihn der Beginn einer Freundschaft.

2012
Pia Strietmanns Debütfilm „Tage, die bleiben“ feiert am 26. Januar seine Premiere. Schon vorher touren Cast und Crew durch achtzehn deutsche Städte. Max Riemelt selbst ist bei der Premiere am 11. Januar in München und am 20. Januar in Düsseldorf vor Ort.
Die erste Hälfte des Februars steht ganz im Zeichen der Berlinale. Für das „ARD Morgenmagazin“ besucht Riemelt als Filmkritiker diverse Filmvorstellungen. Am 14. Februar ist er zusammen mit Anna Fischer bei Moderatorin Anke Engelke im Studio zu Gast.

Dennis Gansels Polit-Thriller „Die vierte Macht“ mit Moritz Bleibtreu und Max Riemelt in den Hauptrollen startet am 8. März bundesweit in den Kinos – angesichts großer Konkurrenz leider verhaltener als erhofft.

Selbst steht Max Riemelt in diesem Jahr zunächst vom 17. Juli bis zum 19. August vor der Kamera. Er und Hanno Koffler spielen in Stephan Lacants politisch aufrüttelndem Drama „Freier Fall“ zwei Polizisten, die sich in einander verlieben.

Freier Fall

Wenige Tage später läuft „Heiter bis Wolkig“ am 6. September im Kino an. Die Komödie steigt gleich auf Platz 5 der Kinocharts ein und erreicht insgesamt 500.000 Zuschauer.
Am gleichen Tag beginnen in Berlin und Umgebung die Dreharbeiten zum ZDF-Mystery-Thriller „Der Zweite Mann“ (Regie: Christopher Lenke). Max Riemelt spielt die Hauptrolle „Adrian“; weitere Hauptrolle übernehmen Anna Drijver und Fabian Busch. Die letzte Klappe fällt nach insgesamt 20 Drehtagen am 2. Oktober.

Gut zwei Wochen später, am 17. Oktober2012, feiert „Auslandseinsatz“ seine TV-Premiere. Till Endemanns Kriegsdrama mit Max Riemelt und Hanno Koffler erreicht mit 3,69 Millionen Zuschauern einen Marktanteil von 11,8 Prozent.

Am 23. Oktober, beginnen in Nordrhein-Westfalen die Arbeiten an einem weiteren ZDF-Film: Regisseur René Heisig erinnert mit „Blutgeld“ an den Bluter-Skandal der 1970er-Jahre. Max Riemelt spielte „Ralf“, einen von drei Brüdern, die durch verseuchte Blutplasma-Spenden an HIV erkranken. Drehschluss ist am 24. November.

In den letzten Wochen des Jahres testet Max für ihn neue künstlerische Ausdrucksformen: Er liest – erst Susan E. Hintons „Die Outsider“ für die NEON Hörbuch-Edition, dann am 30. November in der ausverkauften Berlinischen Galerie aus Thomas Braschs Erzählband „Vor den Eltern sterben die Kinder“.

2013
2013 ist das Jahr, in dem sich Max Riemelt endgültig vom Image des Jungschauspielers emanzipiert. Vor allem mit zwei Produktionen festigt er das öffentliche Bild von sich als Charakterdarsteller: mit „Freier Fall“ und „Blutgeld“.

„Freier Fall“ eröffnet Anfang Februar bei der Berlinale die Reihe „Perspektive Deutsches Kino“ und startet am 23. Mai im Kino. Stefan Lacants Drama um zwei schwule Polizisten avanciert zum Politikum. Wochenlang diskutieren Medien über den Umgang mit gleichgeschlechtlicher Liebe. Hanno Koffler und Max Riemelt werden als „Traumpaar des deutschen Kinos“ gefeiert. Matthias Kalle zeichnet im ZEITmagazin das Bild einer neuen Schauspieler-Genration, die sich durch eine „Mischung aus Mut und Melancholie“ auszeichnet. Im Herbst folgt für Max Riemelt und Hanno Koffler beim 3. Günther Rohrbach Filmpreis der „Preis des Oberbürgermeisters“ für ihre Darstellung in „Freier Fall“.

Ähnlich massenwirksam verläuft die Fernsehpremiere von René Heisigs Drama „Blutgeld“. 4,29 Millionen Zuschauer schalten am 28. Oktober ein, als das ZDF „Blutgeld“ zur Prime-Time zeigt. Der Film mit Max Riemelt als HIV-infiziertem und gegen die Pharma-Lobby kämpfenden „Ralf“ löst eine breit angelegte öffentliche Diskussion um den Umgang mit dem bis heute nicht vollständig aufgeklärten Bluter-Skandal aus.

Max selbst steht zu dieser Zeit vor der Kamera. Nach einem halben Jahr Auszeit Anfang 2013 reihen sich die Projekte eng aneinander. Den Auftakt macht „Lichtgestalten“, ein Arthouse-Kinofilm, der unter der Regie von Christian Moris Müller vom 10. Juni bis zum 23. Juli in Berlin entsteht.

Vom 13. August bis zum 13. September übernimmt Max Riemelt die Hauptrolle „Krapp“ im Drama „Freistatt“ (Regie: Marc Brummund). Zusammen mit Stephan Grossmann und Alexander Held dreht er den Kinofilm im niedersächsischen Freistatt und in Hamburg.

Zwei Wochen darauf starten in Berlin die Dreharbeiten zum Biopic „Alleinflug“. Regisseurin Christine Hartmann für das ZDF die glamouröse Liebesgeschichte von Flugpionierin Elly Beinhorn (Vicky Krieps) und Rennfahrer Bernd Rosemeyer (Max Riemelt). Der Film entsteht zwischen dem 1. Oktober und dem 15. November in Berlin, Dresden und Kapstadt.

Ende des Jahres steht Max erneut vor der Kamera, erst in Berlin, aber auch in Köln, Remscheid und Bonn – erneut, um ein Liebespaar zu spielen. Diesmal spielen Hannelore Elsner und Sharon Brauner die Filmpartnerin. Die Beziehung zwischen der traumatisierten, scharfzüngigen Dame „Auf das Leben“ (Elsner, Brauner) und dem jungen, hilflosen „Jonas“ (Riemelt) setzt Regisseur Uwe Janson tragikomisch in Szene.

2014 am Set von Sense8 in Island

2014
Großes Glück für alle Nostalgiker: Am 21. Februar erscheint Weihnachtsserie „Zwei Allein“ – mehr als 15 Jahre nach seiner Erst-Ausstrahlung im ZDF – endlich auf DVD.

Auch sonst startet das Jahr gut für Max Riemelt, der am 7. Januar seinen 30. Geburtstag feiert: Am 2. März eröffnet nicht nur der Thriller „Der zweite Mann“ die neugeschaffene Arthouse-Reihe „Die Stunde des Bösen“ im ZDF, sondern wenige Tage später wird auch einem Projekt große Ehre zuteil: Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband zeichnet „Blutgeld“ am 18. März mit dem renommierten Deutschen Hörfilmpreis in der Kategorie „TV“ aus.

„Elly Beinhorn – Alleinflug“, das von Christian Hartmann inszenierte Biopic über die Flug-Pionierin Elly Beinhorn (Vicky Krieps) und den Rennfahrer Bernd Rosemeyer (Max Riemelt) feiert am 29. März seine TV-Premiere zur Prime-Time im ZDF.

Max Riemelt selbst steht zu der Zeit bereits wieder vor der Kamera. Vom 11. März bis zum 8. April realisiert Regisseur Jan Fehse mit dem Berliner als „Rupert Halmer“ in der Hauptrolle den Thriller „Storno – Todsicher versichert“. In Niederbayern trifft Max Riemelt auf Amelie Kiefer, Jeanette Hain, Jürgen Tonkel, Axel Stein und Marcus Mittermaier, die weitere tragende Rollen übernehmen.

Das nächste Projekt übertrifft alles, an dem Max Riemelt in seiner siebzehnjährigen Karriere zuvor beteiligt gewesen ist. Keine geringeren als die Matrix-Schöpfer Andy und Lana Wachowski engagieren Riemelt als einzigen deutschen Schauspieler und einen von acht Hauptdarstellern für die Netflix-Serie „Sense8“. Neben Max Riemelt übernehmen Brian J. Smith (Stargate Universe), Tuppence Middleton (Cleanskin), Aml Ameen (Kidulthood), Doona Bae (Cloud Atlas), Miguel Silvestri, Tena Desae (The Best Exotic Marigold Hotel), und Jamie Clayton (Hung) Hauptrollen. Zum Cast von „Sense 8“ gehören zudem Naveen Andrews (Lost), Daryl Hannah (Kill Bill), Freema Agyeman (Dr. Who) und die Darsteller Alfonso Herrera, Erendira Ibarra und Terrence Mann. Gedreht werden zunächst zehn Folgen in neun Ländern auf vier Kontinenten.

Parallel zu den Dreharbeiten zu „Sense8“ entwickeln sich mit „Du hast es versprochen“ und „Auf das Leben“ auch zwei andere Filme hervorragend: „Du hast es versprochen“ eröffnet am 29. Juli die Reihe „Shooting Stars – Junges Kino im Zweiten“ im ZDF. Und „Auf das Leben“ feiert nicht nur am 27., 28. und 29. August seine Weltpremiere auf dem A-Festival in Montreal/Kanada, sondern eröffnet am 11. Oktober die Reihe „Between Judaism and Israelism“ auf dem Internationalen Filmfestival in Haifa. Zum ersten Mal in Deutschland ist „Auf das Leben“ am 24., 25. und 26. Oktober bei den Filmfestsspielen in Hof zu sehen. Einen Monat später, am 27. November, feiert der Film mit Hannelore Elsner und Max Riemelt in den Hauptrollen schließlich seine Kinopremiere.

Max Riemelt in Cannes

2015
2015 startet auf dem roten Teppich. Gleich zwei Filme mit Max Riemelt in der Hauptrolle sind unter den 16 nominierten Werken für den mit 36.000 Euro dotierten 36. Max Ophüls Preis, der vom 19. bis zum 25. Januar in Saarbrücken stattfindet: Das von Christian Moris Müller inszenierte Arthouse-Drama „Lichtgestalten“ und Marc Brummunds Kinofilm „Freistatt“, die beide bereits im Sommer 2013 gedreht wurden. „Freistatt“ räumt in Saarbrücken gleich zwei Mal ab: Das Drama gewinnt den Publikumspreis und den Preis der Jugendjury, die einzigen beiden Preise, die direkt von Publikum bzw. der Zielgruppe und nicht von einer professionellen Jury vergeben werden.

Ähnlich erfolgreich schlägt sich auch das von Alice Brauner produzierte und Uwe Janson inszenierte Drama „Auf das Leben“ mit Hannelore Elsner und Max Riemelt in den Hauptrollen. Beim Deutschen Hörfilmpreis 2015 setzt sich „Auf das Leben“ gegen elf weitere Filme durch und gewinnt den Publikumspreis. Die Preisverleihung findet am 18. März statt. Knapp einen Monat später kann Produzentin Alice Brauner einen echten Coup vermelden: Memesha Films wird „Auf das Leben“ unter dem internationalen Titel „To Life!“ im Herbst in den USA ins Kino bringen und sichert sich auch die Rechte für Australien und Neuseeland. Tele Cine will den Film in Brasilien ins Kino bringen, Suraya in Südost-Asien.

Auf Filmfestivals machen im Frühjahr 2015 auch zwei weitere Filme mit Max Riemelt in den Hauptrollen von sich Reden: „Lichtgestalten“ eröffnet am 15. April den achtung berlin – new berlin film award und beim Festival de Cannes feiert Barbet Schroeders Drama „Amnesia“, in dem Max Riemelt den DJ „Jo“ spielt seine Weltpremiere.

Ohnehin avanciert Max Riemelt im Frühjahr und Sommer 2015 mehr und mehr zu einem auch international bekannten Schauspieler. Dies liegt vor allem an „Sense8“, der von den Wachowskis-Geschwistern und Tom Tykwer inszenierten Netflix-Serie, die am 5. Juni in mehr als 50 Ländern weltweit veröffentlicht wird.

International geht es 2015 weiter. Unter der Regie von Cate Shortland dreht Max Riemelt in der Hauptrolle des Andi an der Seite von Teresa Palmer als Claire ab August und bis zum 2. Oktober in Berlin und Australien das Drama „Berlin Syndrome“, eine Adaption von Melanaie Joostens gleichnamigem Roman.

Parallel dazu wird „Auf das Leben“ unter dem englischen Titel „To Life!“ auf Einladung des Goethe Instituts bei Filmfestivals in Jakarta (Indonesien), Beirut (Libanon) und Chengdu (China) vorgeführt.

Am 4. Dezember knüpft Max Riemelt an eine inzwischen liebgewonnene Tradition an: Er liest erneut in der Berlinischen Galerie, diesmal aus Ernst Haffners wieder entdecktem Roman „Blutsbrüder“, einem Porträt von Berliner Jugendlichen Anfang der 1930er Jahre.

Wenige Tage später, am zweiten Weihnachtstag, beginnen in Berlin die Dreharbeiten für die zweite Staffel der Netflix-Serie „Sense8“.

Sense8 2016
2016
Pünktlich zu Max Riemelts 32. Geburtstag startet am 7. Januar 2016 das von Regisseur Christian Moris Müller produzierte Liebesdrama „Lichtgestalten“ im Kino, zwei Tage nach seiner Premiere, die am 5. Januar 2016 in der Berliner Volksbühne stattfand.

Den Großteil des Jahres 2016 war Max Riemelt rund um den Globus auf Reisen, um unter der Regie der Wachowski-Gechwister die zweite Staffel der Science-Fiction-Serie „Sense8“ zu drehen. In der Hauptrolle des Wolfgang stand Max Riemelt erst am 23. und 24. Januar 2016 in Chicago, ab März dann Mexico City, San Francisco, Malibu, Sao Paulo, London, Cambrige, Schottland, Amsterdam, Den Haag, Nairobi, Seoul, Berlin und schließlich auf Malta vor der Kamera, wo am 19. September 2016 die letzte Klappe zur zweiten Staffel von „Sense8“ fiel.

Wieder zurück in Berlin ließ Max eine gute alte Tradition wieder neu aufleben: Wie schon in den Vorjahren gastierte er für einen Abend in der Berlinischen Galeria. Diesmal las Riemelt am 4. November vor ausverkauftem Saal aus Kurt Schwitters dadaistischer Erzählung „Auguste Bolte“.

Wenige Wochen später, am 23. Dezember 2016, veröffentlichte Netflix das Ende 2015, Anfang 2016 in Berlin und Chicago gedrehte Weihnachtsspecial zur Serie, einen zweistündigen und inhaltlichen Film mit dem Titel „Sense8: A Christmas Special“.

2017

Das neue Jahr führte Max Riemelt zurück in die USA, genauer nach Park City (Ohio): Am 20. Januar 2017 feierte das von der australischen Regisseurin Cate Shortland inszenierte Drama „Berlin Syndrome“ seine Welturaufführung beim renommierten Sundance Film Festival im Wettbewerb „World Cinema Dramatic Competition“.

Und auch der weitere Verlauf des Frühjahres war nicht weniger prestigeträchtig: Am 13. Februar wurde Max Riemelt eine ganz besondere Ehre zuteil: Bei einem Empfang in der Französischen Botschaft in Berlin zeichnete ihn der französische Botschafter Philippe Etienne mit dem französischen Ritterorden für Kunst und Literatur (Chevaliers des Artes et des Lettres) aus. Mit dem Orden würdigt Frankreich ausgewählte Persönlichkeiten, die sich „durch ihr Schaffen im künstlerischen oder literarischen Bereich oder durch ihren Beitrag zur Ausstrahlung der Künste und der Literatur in Frankreich und in der Welt ausgezeichnet haben“

Nur einen Tag später, am 14. Februar, feierte „Berlin Syndrome“ seine Europa-Premiere im Panorama der Berlinale, bevor der Film schließlich am 8. April 2017 im deutschen Kino startete.

Zu dieser Zeit lief bereits die Crowdfunding-Kampagne für ein Sequel des Liebesdramas „Freier Fall“, für das Fans bis zum 26. April 100.000 Euro spendeten – Geld, das die Produzenten für das Schreiben eines Drehbuchs für eine mögliche Fortsetzung von „Freier Fall“ einsetzten.

Am 10. Mai 2017 veröffentlichte Netflix die zweite Staffel der von den Wachowski-Geschwistern mit Max Riemelt in der Hauptrolle des Wolfgang Bogdanow produzierten Science-Fiction-Serie „Sense8“.

Für „Sense8“ stand Max Riemelt auch zum ersten Mal im Jahr 2017 wieder vor einer Filmkamera. Am 26. September begannen die Dreharbeiten für ein zweistündiges Special, mit dem Netflix die Serie voraussichtlich 2018 beenden wird.